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21/12/2004
 

Mourinho streicht Spielern den Weihnachtsurlaub

Dem sportlichen Erfolg opfert Englands Tabellenführer Chelsea London in diesem Jahr sogar den Weihnachtsurlaub. Seine Spieler müssten auch am Heiligen Abend und am ersten Weihnachtsfeiertag trainieren, um die Grundlagen für den Gewinn der ersten Meisterschaft seit 1955 zu legen, kündigte Chelsea-Coach Jose Mourinho am Montag an: "Die Familien sind zwar wichtiger als Fußball, trotzdem werden wir am 24. und 25. Dezember trainieren, da wir am 26. spielen müssen", sagte der Portugiese, der in der vergangenen Saison den FC Porto zum Champions-League-Sieger gemacht hatte.

Vorbereitung auf Partie gegen Aston Villa

Die meisten englischen Klubs geben ihrem Personal an Weihnachten trainingsfrei. Nicht so Chelsea, das am zweiten Weihnachtsfeiertag auf Aston Villa trifft.

Die "Blues" mit dem derzeit verletzten deutschen Fußball-Nationalspieler Robert Huth haben in der Premier League momentan fünf Punkte Vorsprung vor dem Ortsrivalen Arsenal London. In der Champions League steht das Team im Achtelfinale und trifft dort auf den FC Barcelona.

 (c) sid

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Wenger macht Lehmann Hoffnung

Arsenal Londons Teammanager Arsene Wenger hat sich erneut zur Situation von Nationaltorwart Jens Lehmann geäüßert. Der Elsässer erklärte, dass er nie gesagt habe, der deutsche Nationalkeeper könne den Premier-League-Klub verlassen. Vielmehr sei Lehmann "ein Super-Profi, der derzeit sehr hart arbeitet. Natürlich kann er bald wieder spielen", gab Wenger dem Fachmagazin kicker zu Protokoll.

"Ich gehe, wann ich es will"

Lehmann denkt trotz seiner derzeitigen Reservistenrolle beim englischen Meister ohnehin nicht an einen Wechsel. "Mein Vertrag gilt bis 30. Juni 2006. Bis dahin möchte ich in jedem Fall beim FC Arsenal bleiben. Ich spiele gerne hier. Ich bin von Dortmund, Milan und Schalke gegangen, wann ich es wollte. Und ich werde auch von Arsenal gehen, wann ich es will", betonte der 35-Jährige und fügte kämpferisch an: "Ich arbeite hart. Und ich gehe davon aus, dass ich bald wieder spiele."

In Bezug auf die Nummer eins in der deutschen Nationalelf bei der WM 2006 hegt Lehmann deshalb auch keine Befürchtungen: "Wenn ich ein halbes Jahr vorher in Form bin, reicht es auch. Und wenn ich jetzt auf der Bank sitze und im Februar wieder spiele, ist es auch in Ordnung."

Fünftes Match als Reservist in Folge

Sowohl Wenger als auch Lehmann wiesen in diesem Zusammenhang Spekulationen, die etwa von Bundestrainer Jürgen Klinsmann und Bundestorwarttrainer Andreas Köpke angestellt wurden, zurück, dass etwas vorgefallen sein muss. "Es ist nichts passiert mit Jens Lehmann. Allein sportliche Gründe sind es, dass er zurzeit nicht spielt", erklärte Wenger im kicker. "Ich habe mich in der Öffentlichkeit nicht negativ geäußert und wüsste auch sonst nicht, was ich getan haben sollte", meinte auch Lehmann, der am Sonntag beim 1:0-Erfolg von Arsenal in Portsmouth zum fünften Mal in Folge nur auf der Ersatzbank saß.

Zum großen Duell zwischen dem FC Arsenal und Bayern München mit seinem Konkurrenten Oliver Kahn im Tor im Achtelfinale der Champions League meinte Lehmann nur: "Ich freue mich immer, wenn ich in Deutschland spiele. Aber ich habe zurzeit andere Sorgen."

 (c) sid



20/12/2004

"Reds" wieder in der Erfolgsspur

Chelsea unbeirrt - ManU und Arsenal auf dem Vormarsch - Everton patzt in Blackburn

Der FC Chelsea zieht an der Spitze unbeirrt seine Kreise und schickte Norwich am Samstag mit 4:0 nach Hause. Verfolger Everton kam in Blackburn nur zu einem 0:0. Middlesbrough bleibt dran und schoss den Hitzelsperger-Klub Aston Villa mit 3:0 ab. Auch ManU und Liverpool kamen am Wochenende zu Erfolgen.

Dass der FC Chelsea zu Weihnachten auf Platz eins stehen würde, stand bereits vor dem 18. Spieltag fest. Nach dem 2:2 im Spitzenspiel bei Arsenal machte das dem Team von Jose Mourinho am Samstagnachmittag gegen Norwich City kurzen Prozess und fuhr einen nie gefährdeten 4:0-Heimsieg ein.

Damit bleiben die "Blues" an der heimischen Stamford Bridge weiterhin ungeschlagen, wobei Chelsea-Keeper Peter Cech, gerade erst zu Tschechiens "Fußballer des Jahres" gewählt, seinen Kasten mittlerweile zum zwölften Mal in dieser Saison sauber gehalten hat. Nach dem 0:0 des Tabellenzweiten FC Everton bei den abstiegsgefährdeten Blackburn Rovers hat die Mourinho-Elf nun sieben Punkte Vorsprung.

Defoe-Gala bei "Spurs"-Kantersieg

An der White Hart Lane legte Tottenhams Stürmer Jermain Defoe eine Gala gegen Southampton aufs Parkett. Vor den Augen seines englischen Nationaltrainers Sven-Göran Eriksson lochte der 22-Jährige drei Mal ein und schraubte sein persönliches Tore-Konto in der Premier League auf neun Treffer hoch. Das 5:1 gegen die immer tiefer in den Keller rutschenden Südengländer war hochverdient, die Elf von Trainer Martin Jol dagegen bleibt im vorderen Mittelfeld.

Weiter ins Mittelfeld der Liga durchgereicht wurden nach starkem Saisonstart die Bolton Wanderers, die zuletzt sechs Mal sieglos blieben und diese Negativserie auch im Duell mit Manchester City nicht beenden konnten. Die von Kevin Keegan trainierten Citizens, die zuletzt zwei Mal in Serie verloren, siegten nach einem doppelten Abwehrfehler mit 1:0 und haben durch den Auswärtssieg die Wanderers überholt.

Bei Aston Villa bastelt man weiter an einer erfolgreichen Zukunft: Trainer David O’Leary verlängerte seinen Vertrag bis Sommer 2008 und hat es sich zum Ziel gesetzt, die "Villains" regelmäßig in den internationalen Wettbewerb zu führen. Davon ist die Elf aus Birmingham allerdings ein gutes Stück entfernt. Nach zuletzt drei sieglosen Spielen war auch beim FC Middlesbrough nichts zu holen. Villa, das erneut ohne den deutschen Nationalspieler Thomas Hitzlsperger (Oberschenkelverletzung) antreten musste, verlor glatt mit 0:3. Middlesbrough, das im UEFA-Cup als Gruppensieger souverän in die nächste Runde einzog und in der Zwischenrunde auf den Grazer AK trifft, festigt durch den klaren Heimsieg seinen Platz im Verfolgerfeld.

Am Samstagabend empfing Manchester United den Aufsteiger Crystal Palace im Old Trafford und schenkte dessen Torhüter Gabor Kiraly (ehemals Hertha BSC) fünf "Dinger" ein. Allerdings war die Partie besonders im ersten Abschnitt ausgeglichen und nahm nach der Halbzeitpause unglaublich Fahrt auf. Binnen vier Minuten erzielte erst der Ex-Gladbacher Kolkka das 2:2 für Crystal Palace, dann brachte Boyce per Eigentor und Scholes die "Red Devils" auf die Siegerstraße.

Allerdings muss ManU mindestens für sechs Wochen auf Stürmerstar Ruud van Nistelrooy verzichten. Der Niederländer leidet unter Achillessehnen-Problemen, soll aber nicht operiert werden.

Souness-Pleite bei Rückkehr nach Liverpool

Am Sonntag gastierte Grame Souness mit Newcastle United an der Anfield Road, wo er als Spieler mit dem FC Liverpool seine größten Erfolge feierte. Gastgeschenke hatten die "Reds" jedoch nicht zu verteilen, um Anschluss an Platz fünf halten zu können.

Und so waren die "Magpies" unter dem Strich trotz des Führungstores durch Kluivert (33. Minute, viertes Tor im 13. Einsatz) praktisch chancenlos. Pech für das Team von der Ostküste, dass Abwehrmann Bramble unmittelbar nach dem 1:0 per Eigentor "zielstrebig" ausglich (35.), und Youngster Mellor nach gescheitem Pass von Baros noch vor der Pause den Spieß umdrehte (38.). Im zweiten Abschnitt blieb es dem EURO-Torschützenkönig Milan Baros vorbehalten, mit dem 3:1 nach Steilpass von Kewell zum einen sein achtes Saisontor zu erzielen, zum andern den "Deckel auf diese Partie draufzumachen" (62.). Das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können, zumal die "Elster" Bowyer noch mit Gelb-Roter Karte vom Platz flog (77.).

Während die "Reds", im Achtelfinale der Champions League Gegner von Bayer Leverkusen, also an den internationalen Startplätzen dran bleiben, dümpelt Newcastle als eine der Enttäuschungen der bisherigen Saison weiter im grauen Mittelmaß der Liga herum.

Tief ins Portemonnaie greifen muss indes Arsenal-Coach Arsène Wenger. Für Äußerungen über ManU-Stürmer van Nistelrooy nach der 0:2-Niederlage in Old Trafford muss der Franzose umgerechnet rund 21 700 Euro berappen. Dennoch siegte der amtierende Meister am frühen Sonntagabend mit 1:0 (0:0) beim FC Portsmouth und übernahm durch den Sieg bei den "Pompeys" wieder Rang zwei vom FC Everton. In der ersten Halbzeit waren die "Gunners" drückend überlegen, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Im zweiten Abschnitt bot sich den Zuschauern im Fratton Park ein komplett anderes Bild. Portsmouth übernahm nun zum größten Teil das Kommando, doch Arsenals Keeper Almunia - der erneut für den deutschen Nationalkeeper Jens Lehmann das Tor hütete - hielt seinen Kasten sauber. Für die Entscheidung sorgte dann Nationalverteidiger Campbell, der eine Viertelstunde vor Spielende das entscheidende Tor erzielte.

Zum Abschluss des Spieltages kommt es Montag zum kleinen Londoner Derby, wenn sich Charlton Athletic - zuletzt mit zwei Auswärtssiegen - und der FC Fulham die Ehre geben.

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Wenger: "Lehmann kann gehen"

Trainer will keine Steine in den Weg legen - Situation immer unangenehmer

Die Situation für Jens Lehmann beim FC Arsenal wird immer unangenehmer. "Gunners"-Trainer Arsène Wenger hat in einem Interview mit "Sky Sports" durchblicken lassen, dass die derzeitige Nummer 2 des FC Arsenal den Verein verlassen könne. "Lehmann kann gehen, wenn er dies wünscht".

Der 35-jährige Schlussmann, der 2003 von Borussia Dortmund nach London wechselte, wurde von Wenger in den vergangenen vier Pflichtspielen auf die Bank gesetzt und wird auch im sonntäglichen Auswärtsspiel der "Gunners" beim FC Portsmouth sich dort wieder einfinden. Zuletzt stand der 27-jährige Manuel Almunia im Tor des FC Arsenal.

Allerdings lobte der französische Coach des amtierenden Meisters Lehmanns Einstellung. "Er arbeitet härter als je zuvor und zeigt somit, dass er ein absoluter Vollprofi ist." Wenger sagte aber auch: "Alles, was zählt, ist die Leistung auf dem Platz. Ich habe diese Situation nicht aus Absicht geschaffen, ich dachte nur, dass Lehmann ein wenig Auffrischung gut täte." Von Lehmanns Seite war bislang nur zu vernehmen, dass er sich bei Arsenal durchbeißen wolle.

Lehmann fühlt sich derzeit aber nicht nur bei seinem Klub im Hintertreffen. Weil die englische Premier League keine Winterpause kennt, musste der Schlussmann die Asienreise der deutschen Nationalmannschaft absagen. Dort können nun in seiner Abwesenheit die Konkurrenten Oliver Kahn, Timo Hildebrand und Simon Jentzsch weiter Punkte gegen ihn sammeln. Wenger indes sagte weiter, dass Lehmann ein großartiger Torwart sei und die Tatsache, dass er nicht Stammtorwart bei Arsenal sei, würde nicht gleichzeitig bedeuten, dass er nicht im Tor der deutschen Nationalelf bei der WM 2006 stehen könne.

Dabei zeigt Wenger absolut Verständnis dafür, dass Deutschlands Nationatrainer Jürgen Klinsmann nicht gerade über Lehmanns Reservistendasein erbaut ist. Von einem Gespräch zwischen ihm und Klinsmann, wie es der ehemalige Premier-League-Profi (Tottenham) in Erwägung gezogen hatte, wenn Lehmann dauerhaft die Nummer 2 bliebe, hält Wenger nichts. "Ich kann mir keinen Kopf darüber machen, was das Beste für Deutschland ist. Ich muss entscheiden, wer für Arsenal spielt", so Wenger zu "Sky Sports" weiter.



19/12/2004

Chelsea nach 4:0-Kantersieg in Feierlaune

Chelsea London marschiert weiter mit Riesenschritten Richtung englische Meisterschaft. Dem Tabellenführer der Premier League gelangen beim 4:0 am 18. Spieltag gegen Abstiegskandidat Norwich City gar zum sechsten Mal in den vergangenen neun Meisterschaftsspielen vier Treffer. Längst hat sich die Mannschaft von Trainer Jose Mourinho zum Topfavoriten auf den Titel gemausert. Es wäre erst der zweite in Chelseas Vereinsgeschichte nach dem Triumph von 1955.

"Unsere Angreifer sind kaum zu stoppen"

"Unsere Angreifer sind sehr gefährlich. Bei Kontern sind sie kaum zu stoppen", erklärte Mourinho den momentanen Erfolg seiner Elf. Deshalb nutzte es Norwich wenig, in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft gewesen zu sein. Denn Chelsea verwertete seine wenigen Chancen vor der Pause durch Damien Duff (10.), Frank Lampard (34.) und Arjen Robben (44.) eiskalt zur frühen Entscheidung. Didier Drogba (83.) setzte vor 42000 Zuschauern an der Stamford Bridge den Schlusspunkt.

Die Angriffsmaschinerie läuft seit Wochen auf Hochtouren. 29 Tore erzielte Chelsea in den vergangenen neun Ligaspielen. In den neun Punktspielen zuvor waren es lediglich acht Treffer. Hinzu kommt die beste Abwehr der Liga um John Terry und William Gallas sowie den Abräumer Claude Makele, die bislang nur acht Gegentreffer zuließen und auch gegen Norwich ihren Job bestens erledigten.

Huth verletzungsbedingt wieder nicht im Kader

"Ich kann mich nicht erinnern, dass unser Torhüter Petr Cech ernsthaft in Gefahr geraten ist", stellte Mourinho fest. Und bei Bedarf steht dem Portugiesen auch noch der deutsche Nationalverteidiger Robert Huth zur Verfügung, der diesmal wegen einer Sprunggelenks-Verletzung allerdings nicht im Kader stand.

Chelseas Konkurrenz bleibt inzwischen nur noch die Statistenrolle. Allerdings hat Meister Arsenal London, wo der zum Reservekeeper degradierte Nationaltorhüter Jens Lehmann inzwischen die Freigabe von Trainer Arsene Wenger erhalten hat, am Sonntag beim FC Portsmouth noch die Chance zur Verkürzung des Rückstands auf fünf Zähler. Der FC Everton (37 Punkte) verlor durch ein 0:0 bei den Blackburn Rovers bereits weiter an Boden.

ManU trumpft gegen Crystal Palace auf

Unter seinem schwachen Saisonstart leidet noch immer der frühere Champions-League-Sieger Manchester United (34). Doch die Truppe von Trainer Alex Ferguson hat sich inzwischen gefangen und leistet sich sogar den Luxus, Elfmeter zu verschießen. Nationalstürmer Wayne Rooney war gegen Crystal Palace der Unglücksrabe, konnte aber dennoch ein klares 5:2 bejubeln. Paul Scholes ragte mit zwei Treffern heraus. Allerdings muss "ManU" mindestens für sechs Wochen auf Stürmerstar Ruud van Nistelrooy verzichten. Der Niederländer leidet unter Achillessehnen-Problemen.

Aston Villa unterlag ohne den deutschen Jung-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger (Muskelfaserriss im Oberschenkel) 0:3 beim FC Middlesbrough.

 (c) sid



14/12/2004

Spätes Tor rettet Fulham ein Remis

Am Montagabend kam Fulham kurz vor dem Ende noch zum 1:1-Ausgleich gegen ManU. Zwei Mal führte der FC Arsenal am Sonntag gegen den FC Chelsea, doch am Ende hieß es 2:2-Unentschieden. Damit halten die "Blues" die "Gunners" mit fünf Punkten Vorsprung auf Distanz. Neuer Zweiter ist der FC Everton.

Eröffnet wurde der Spieltag am Samstagmittag mit dem Derby zwischen dem FC Everton und dem FC Liverpool. In einem ausgeglichenen und temporeichen Match triumphierten im Goodison Park am Ende die Gastgeber durch einen Treffer des irischen Nationalspielers Lee Carsley aus der zweiten Reihe (68.). Kurz zuvor war bei den "Reds" Dietmar Hamann gegen den Spanier Antonio Nunez ausgewechselt worden. Durch den Sieg konnte Everton seinen dritten Tabellenplatz hinter dem Spitzenduo aus London festigen.

Southampton verschenkt den "Dreier" - Norwich dreht das Spiel

Der Samstagnachmittag stand ganz im Zeichen des Abstiegskampfes. Im einzigen "Mittelfeldduell" konnten die Tottenham Hotspurs mit einem 1:0-Sieg bei Manchester City bereits den vierten Auswärtserfolg der laufenden Spielrunde sicherstellen und damit den Kontakt zur ersten Tabellenhälfte halten.

Bei der Premiere von Harry Redknapp auf der Trainerbank des FC Southampton kassierten die "Saints" im St. Mary's in den letzten zwei Minuten zwei Treffer und konnten somit eine 2:0-Führung nicht über die Zeit bringen. Zu allem Überfluss leitete Higginbotham die Wende mit einem Eigentor ein (88.). Southampton fällt damit auf den vorletzten Tabellenplatz zurück.

Träger der "Roten Laterne" bleibt Aufsteiger West Brom, das im Heimspiel gegen Charlton Athletic eine 0:1-Niederlage hinnehmen musste.

Mitaufsteiger Norwich City schaffte dagegen den Sprung von den Abstiegsplätzen. Zwei Mal lag der Neuling gegen die Bolton Wanderers zurück. Svensson sicherte den 3:2-Sieg mit seinem zweiten Treffer erst in der 84. Minute.

Das 0:0 im Duell zwischen Crystal Palace und den Blackburn Rovers hilft keinem der beiden Teams, die mit je 14 Zählern tief in der Abstiegszone stecken bleiben.

Punkteteilung beim Londoner Kräftemessen in Highbury

Der absolute Höhepunkt des Spieltags stand am Sonntag in Highbury auf dem Programm, als der FC Arsenal gegen den FC Chelsea antrat. Für die "Gunners" war der Vergleich mit dem Rivalen aus dem Westen der Hauptstadt zweifelsohne eines der wichtigsten Spiele der Saison. Bereits nach zwei Minuten brachte Henry den FC Arsenal in Führung, doch Terry glich in der 17. Spielminute aus. Wiederum Henry brachte das Team von Trainer Arsène Wenger in Führung (29.), aber Gudjohnsen gab unmittelbar nach der Pause mit seinem Treffer zum 2:2 die Antwort. Die Gunners bleiben zwar im 30. Heimspiel in Folge ungeschlagen, doch mit dem Remis bleibt der Rückstand auf Chelsea bei fünf Punkten. Für Jens Lehmann war einmal mehr kein Platz in der ersten Elf des FC Arsenal, Manuel Almunia erhielt erneut den Vorzug vor dem Deutschen.

Diop "zerstört" ManU-Serie

Pape Bouba Diop erwies sich am Montagabend für Manchester United beim Gastspiel in Fulham als Spielverderber. Nach vier Siegen in Folge musste ManU erstmals wieder Punkte lassen, obwohl man bis zur 87. Minute durch den vierten Saisontreffer von Alan Smith in Führung gelegen hatte. Doch dann glich Diop zum 1:1 aus. Der Senegalese rettete dem FC Fulham damit einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf, der Abstand zu den Abstiegsrängen konnte auf vier Punkte ausgebaut werden. Die "Red Devils" dagegen mussten einen kleinen Dämpfer bei ihrer Aufholjagd Richtung Spitze hinnehmen.



06/12/2004

Britische Boulevardpresse baut auf Beckhams Butler

Die nicht gerade als zimperlich bekannten Zeitschriften Englands haben sich schon in Lauerstellung gelegt. Nach der Kündigung ihres Butlers fürchten Englands Nationalmannschaftskapitän David Beckham und seine Frau Victoria offenbar Indiskretionen ihres Ex-Angestellten. Der 29 Jahre alte John Giles-Larkin und seine bislang ebenfalls bei den Beckhams beschäftigte Frau Nikki schüren mit ihrem plötzlichen Abgang die Hoffnungen der britischen Boulevard-Presse auf pikante Details aus dem Privatleben des Glamour-Paars. "Victoria hat große Angst, dass John mit der Presse spricht", wird ein Vertrauter der Beckhams in der Sonntagszeitung News of the World zitiert.

"Rauher Umgangston" als Kündigungsgrund

Das Ehepaar Giles-Larkin hatte am Freitag seine zweijährige Anstellung im "Beckingham Palace" in Hertfordshire fristlos gekündigt. Grund soll der angeblich rauhe Umgangston von Ex-"Spice Girl" Victoria mit ihren Bediensteten gewesen sein. Das Verhältnis zu Ehemann David, der als Spieler von Real Madrid derzeit nur selten in England weilt, soll indes weitaus unkomplizierter gewesen sein.

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Chelsea feiert 4:0-Erfolg über Newcastle

In der englischen Premier League hat der FC Chelsea den Titel weiter fest im Visier. Zum Auftakt des 16. Spieltages gelang dem Tabellenführer ein 4:0 (0:0)-Erfolg gegen Newcastle United. Die "Blues" haben nun 39 Punkte auf ihrem Konto.

Vor 42.328 Zuschauern an der Stamford Bridge hielten die Gäste über eine Stunde ein torloses Remis. Dann schossen Frank Lampard (63.), Didier Drogba (69.), Arjen Robben (89.) und Mateja Kezman (90. Foulelfmeter) noch den klaren Sieg für Chelsea heraus.



29/11/2004

Chelsea marschiert in Premier League vorneweg

Der runderneuerte FC Chelsea London hat beste Aussichten, die stadtinterne Konkurrenz von Arsenal als dominantes Team der englischen Premier League abzulösen. Nachdem der Abramowitsch-Klub die Tabellenführung an diesem Wochenende weiter ausbaute, rückt der erste Meistertitel seit 1955 immer näher.

Der Spitzenreiter profitierte vom Patzer des Titelverteidigers Arsenal London; der Klub um den deutschen Nationaltorhüter Jens Lehmann kassierte eine 1:2 (0:1)-Niederlage beim FC Liverpool. Neil Mellor schoss in der Schlussminute den Siegtreffer für die "Reds", bei dem Dietmar Hamann 90 Minuten zum Einsatz kam. Xabi Alonso hatte Rekordmeister Liverpool vor 43.730 Zuschauern in Führung gebracht (41.), Patrick Viera für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt (57.). Chelsea führt die Tabelle mit 36 Punkten vor Arsenal (31) an. Dritter bleibt der FC Everton (30) nach einem 1:1 (0:1) bei Newcastle United.

"Ich liebe diesen Klub"

"Wir haben keinen Druck, den hat Arsenal. Wir genießen einfach die Erfahrung, an der Spitze der Tabelle zu sein. Ich liebe diesen Klub", jubelte Chelseas Abwehr-Ass John Terry, der beim 4:0-Erfolg bei Charlton Athletic mit einem "Doppelpack" nach der Pause (47./50.) zum "Matchwinner" avancierte.

Nach der vorzeitigen Qualifikation für das Achtelfinale der Champions League zeigt die Mannschaft von Teammanager Jose Mourinho bei nunmehr elf Saisonsiegen auch in der Meisterschaft kaum Schwächen. Vor allem die Abwehr agiert seit Wochen in überragender Form, so dass sich Nationalverteidiger Robert Huth, der erneut nur auf der Tribüne saß, in der Winterpause wohl nach einem neuen Verein umschauen darf.

"Ich bin sehr zufrieden mit der Einstellung des Teams. Ich glaube, wenn ich meine drei Stürmer alle auf dem Feld gelassen hätte, wäre das Ergebnis noch höher ausgefallen", sagte Mourinho und lobte den Doppeltorschützen Terry: "Er ist ein Siegertyp. Deshalb wird er bei uns auch so gut bezahlt. Er ist jeden Cent seines Gehalts wert." Neben Terry erzielten in Charlton Damien Duff (4.) und Eidur Gudjohnsen (59.) die Treffer für die "Blues".

Auch ManU im Aufwind

Wieder zum erweiterten Kreis der Titelfavoriten zählt auch Manchester United. Im 1001. Spiel von Teammanager Sir Alex Ferguson gewann "ManU" gegen West Bromwich Albion deutlich 3:0, rangiert nach dem fünften Sieg in Serie aber immer noch neun Zähler hinter Chelsea. Der alles in den Schatten stellende Paul Scholes (53./82.) und Torgarant Ruud van Nistelrooy (72.) waren für Manchester erfolgreich. "Das waren unsere besten 90 Minuten der Saison. Es ist unheimlich wichtig, dass wir unser Selbstvertrauen wieder gefunden haben. Jeder Sieg macht uns stärker", sagte "Fergie".

Lokalrivale Manchester City gewann derweil gegen Aston Villa mit 2:0. Nationalspieler Thomas Hitzlsperger kam bei den Gästen aus Birmingham allerdings erst ab der 61. Minuten zum Einsatz. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gastgeber durch Jon Macken (29.) und Shaun Wright-Phillips (38.) den Sieg bereits eingeleitet. Villa-Spieler Juan Pablo Angel (88.) verschoss zudem noch einen Elfmeter. In der Nachspielzeit flog Gästespieler Lee Hendrie vor 44. 530 Fans an der Maine Road vom Platz.

Volz kassiert mit Fulham 0:2-Niederlage

In Moritz Volz stand beim FC Fulham zumindest eine deutsche Nachwuchshoffnung in der Anfangsformation, konnte die 0:2-Pleite beim bisherigen Tabellenletzten Blackburn Rovers aber auch nicht verhindern. Paul Gallagher (10.) hatte bereits frühzeitig eine Unachtsamkeit in der Abwehr der Londoner zum Führungstor genutzt. Der Schotte Paul Dickov (77.) sorgte per Handelfmeter für den Endstand. Blackburn hat jetzt 13 Zähler auf dem Konto und liegt nur noch einen Punkt hinter Fulham.



28/11/2004

Chelsea und "ManU" landen klare Auswärtssiege

Chelsea London hat die Tabellenführung in der englischen Premier League erfolgreich verteidigt. Am 15. Spieltag kamen die "Blues" zu einem ungefährdeten 4:0 (1:0)-Auswärtssieg bei Charlton Athletic. Für die Elf von Trainer Jose Mourinho war es bereits der elfte Saisonsieg. Damien Duff (4.), Abwehrspieler John Terry (47./50.) und Eidur Gudjohnsen (59.) machten den Sieg für den Spitzenreiter, bei dem der deutsche Nationalspieler Robert Huth nicht zum Kader gehörte, schon bis zur 60. Minute perfekt.

Manchester United gewann ebenfalls auswärts mit 3:0 bei West Bromwich Albion. Paul Scholes (53./82.) und Ruud van Nistelrooy (72.) waren für "ManU" erfolgreich. Das Team von Old Trafford weist allerdings schon neun Punkte Rückstand auf Chelsea auf.

Lehmann-Klub kann am Sonntag nachlegen

Titelverteidiger FC Arsenal London mit Jens Lehmann tritt erst am Sonntag im Schlagerspiel bei Rekordchampion FC Liverpool an. Die "Gunners" aus London sind schärfster Verfolger von Chelsea und können den Rückstand von derzeit fünf Punkten wieder verkürzen. Auch der Tabellendritte FC Everton (bei Newcastle United) spielt erst am Sonntag.

Fulham kassiert Niederlage bei Schlusslicht Blackburn

Der FC Fulham, Klub des Ex-Schalkers Moritz Volz, unterlag gegen den bisherigen Tabellenletzten Blackburn Rovers mit 0:2 (0:1). Paul Gallagher (10.) nutzte bereits frühzeitig eine Unachtsamkeit in der Abwehr der Londoner zum Führungstor.

Ein absichtliches Handspiel von Fulhams Zat Knight im Strafraum, das mit der Gelb-Roten Karten bestraft wurde (76.), führte zum 2:0. Der Schotte Paul Dickov (77.) nutzte den Strafstoß gegen den niederländischen Torwart Edwin van der Sar zum Endstand. Blackburn hat jetzt 13 Zähler auf dem Konto und liegt nur noch einen Punkt hinter Fulham. Der 21-jährige Volz stand in der Anfangsformation der Gastgeber, konnte die Niederlage von Fulham aber auch nicht verhindern.

 (c) sid
 



27/11/2004

Chelsea erst einmal vorne weg

Londoner siegen gegen Charlton auswärts 4:0 und bauen Tabellenführung auf fünf Punkte aus
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Arsenal kann am Sonntag nachziehen

London - Chelsea und Manchester United haben am Samstag in der 15. Runde der englischen Fußball-Premier-League klare Auswärtserfolge gefeiert. Chelsea fertigte Charlton 4:0 ab, nach Treffern von Terry (2), Duff, und Gudjohnsen weisen die Blues in der Tabelle fünf Punkte Vorsprung auf den Lokalrivalen Arsenal auf, der am Sonntag im Schlager auswärts auf den FC Liverpool trifft.

Den Erfolgsrun fortgesetzt hat ManU mit dem 3:0 gegen West Bromwich, zwei Scholes-Tore und ein Van Nistelrooy-Treffer sorgten für den fünften Pflichtspiel-Erfolg in Serie. Für Neo-West-Brom-Manager Bryan Robson, einst eine ManU-Galionsfigur, war es ein völlig verpatzter Einstand. (APA/Reuters)


 

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