Groundfever  92

 

Genau 10 Jahre ist es her da erfasste mich das Fieber!  Es war am 27 November 1993, einem sonnigen Samstag in London. Während eines hundsgewöhnlichen Touri-Trip durch London, kam es mir in den Sinn, nach 15 Jahren stupiden deutschen unterklasigem Fußball, auch einmal britischen Premier-Leauge Fußball zu beäugen. Auf dem Schwarzmarkt wurden dann 2 Tickets für Arsenal gegen Newcaslte für 25 Pfund erstanden. Die Wahnsinnsatmosphäre Highbury´s ließ mich keine Sekunde los. Ian Wright und Andy Cole beackerten beide Strafräume und die North Bank sang und die Magpies im gegenüberliegenden Clock-Stand antworteten mit anhaltenden Gesängen. Es hatte mich gepackt!!

 

Mittlerweile 10 Jahre später habe ich einiges hinter mir. Nachdem ich mir zu Hause einen Verbündeten in meinem Fan-Club Kumpel Oli  suchte, nahm das Schicksal seinen Lauf. Nach einigen Ausflügen nach London war uns klar wir wollten mehr sehen und erleben. Und mittlerweile steht es fest: Wir wollen die Krawatte für alle 92 englischen Liga-Stadien, die vom englischen Groundhopperverband für das Komplettieren alle Liga-Stadien  vergeben wird

Doch das wird wahrscheinlich zur Lebensaufgabe, denn bisher haben wir erst gut ein Drittel erreicht.

In Zahlen heißt das:

 

35 Leauge-Grounds; 3-Nationalstadien, 1 Conference-, 1 Unibond-, sowie 2 schottische Grounds wurden zu Spielen besucht (gemacht)! Dazu kommen Exkursionen und Foto-Shootings  in ca. 20 weiteren aktuellen und schon ausrangierten Venues der Insel! Insgesamt wurden 47 Spiele auf der Insel supportet.

 

Um Euch einen Einblick in den Alltag eines Football-Leauge Abhängigen zu geben, fassen wir Euch mal unsere letzte Tour zusammen.  Wenn´s Euch gefällt werden wir Euch noch von älteren Touren erzählen!

 

Drachen und Grenzgänger

 

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DEVA-Stadion von außen!
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und von innen!
Am Freitag dem 31. Oktober 2003 ging es los. Frühmorgens ging es mit dem Flieger (British-Airways) nach London-City-Airport. Ein holpriger Aufschlag auf dem Rollfeld begrüßte uns in den Docklands in Ost-London. Für die Tower-Bridge, Upton-Park und andere Sehenswürdigkeiten, hatten wir jedoch heute keine Zeit, denn wir hatten heute Abend noch einen Termin in Wales. Also ab mit dem Zug in den Norden und den Grounds entgegen. Unser Gepäck ließen wir beim Zwischenstop in unserem Hotel in Manchester zurück, was uns 2 Tage als Schlaffstätte dienen sollte. 

Nun hatten wir noch einen Nachmittag zur Verfügung und was bietet sich da für einen verwirrten Geist da an. Wir machten einen Ausflug nach Chester einen schönen alten Ort mit Castle´n und anderen schönen Häuschen an der englisch-walisischen Grenze. Doch für diese Sehenswürdigkeiten fehlte natürlich die Zeit, denn wir wollten ja noch dem „Deva-Stadium“ des Conference-Clubs, früheren Leauge-Club und diesjährigen Aufsteigers  Chester-City einen Besuch abstatten. Und unsere pfadfinderischen Fähigkeiten ließen uns auch heute nicht im Stich! Nach 1.Stunde Fußmarsch durch das schöne Städtchen, standen wir vor dem leider verschlossenen Schmuckkästchen vom Chester-City-Football-Club, das ca. 6500 Zuschauern Platz bietet. Nach unserer erfolglosen Erkundungsrunde um die Kiste, gelang es uns schließlich den Director des Clubs herauszuklingeln. Dieser guckte ein wenig verdutzt als er die 2 Offenbacher vor seiner Tür stehen sah, ließ sich aber natürlich gleich von seiner Arbeit  ab und führte uns durch die heiligen Hallen des Clubs. Einen Schal konnte er natürlich nicht verkaufen, da die „Scarfs“ mal wieder nicht greifbar waren (alte Insel-Krankheit), aber als Entschädigung führte er uns in den Dressing Room und kredenzte Original-Trikots der aktuellen Mannschaft. Danach durften wir noch ein Duplikat des wallisschen Cups in Augenschein nehmen den Chester auch mal gewinnen konnte! Ein Teil des Stadions liegt immerhin schon auf wallisschen Gebiet. Und nach einem netten Smalltalk mit dem Director von Chester ging´s dann auch  mit dem Zug nach Cymru!

  

Friday, 31.10.2003, Divison TWO: Wrexham AFC – Colchester United  0 – 1 Racecourseground

 

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Stehplatzromantik in Wrexham
In der Division II stand das Mittelfeldduell zwischen den Wallisern aus Wrexham (Red Dragons) und Colchester  United (U´s) von der Ostküste an. Der Racecourseground war auch schnell gefunden. Ein leichter Punkt ! Schon von der Station ist das sehenswerte Stadion zu erblicken. Bis auf eine neue Tribüne ist alles schön quadratisch britisch gehalten  und eine Hintertortribüne kann sogar noch mit Stehplätzen aufwarten. Auch im Club-Shop wird man als Supporter mit allem notwendigen schlicht und einfach versorgt.

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eine merkwürgige Gegentribüne!
Knapp 5000 Walliser darunter 200 Engländer aus Colchester wollten den Kick sehen. Doch das Gekick hielt sich auch in Grenzen und die U´s konnten mit einem Tor die Punkte nach England entführen. Was den Support der Dragons auch in Grenzen hielt! Aber insgesamt was ne´tolle Eröffnung der Tour. Das sagenhafte Floodlight -Ambiente entschädigte für das das durchschnittliche Spiel.

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und eine schöne hinterm Tor!
Doch auch die Rückfahrt sollte noch Ihre Highlights haben!  Nach dem 5 Minuten vor Abfahrt der letzte Zug nach Chester mit 30 Minuten Verspätung gemeldet wurde, mussten wir noch mit einem Miettaxi nach Chester, um unseren Anschluss-Zug nach Manchester zu kriegen, damit wir unsere erste Nacht nicht auf dem Bahnhof  verbringen. Aber auch dieser Stunt ging noch gut! Und so kamen wir noch vor Mitternacht todmüde aber glücklich in Manchester City an!

Heiko

 

 

 

When Saturday comes:

Gut dass wir noch ein Bett zum Schlafen bekommen haben, denn heute am Saturday stand ein Doubleheader (2 Spiele an einem Tag) (unser dritter) an.

 

Saturday, 01.11.2003 12:30  First Division: Wigan Athletic – Crystal Palace 5-0 JJB-Stadium

 

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ein Einkaufszentrum JJB?
Am Morgen, an dem sich Manchester für das Match von United gegen Portsmouth vorbereitete, führte unser Weg zunächst nach Wigan, einem Vorort von Manchester, in dem heute die Eagles von  Crystal Palace aus London zu Gast waren.

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Torjubel im Wigan You´re my sunshine
Die Latics spielen seit 1999 im Robin Park, dem früheren Rugby-Stadion, einem 25000 Zuschauer fassendem All-Seater.  Der alte Ground „Springfield-Park“, der auch für Greyhound – und Radrennen genutzt wurde, genügte mit seinen wenigen Sitzplätzen den Ansprüchen der First Division nicht mehr und so tat man sich mit dem in Wigan erfolgreicheren Rugby-Verein zusammen. Der Robin-Park heißt jetzt JJB Stadion und liegt mitten in einem Einkaufszentrum und ist für ein neugebautes Stadion nicht ganz so hässlich, wie andere Neubauten. Vier Tribünen im britischen Still und keine an UFO´s erinnerten Baukonstruktionen. Dafür nervt die Werbung von JJB, die sogar auf den Tribünensitzen angebracht wurde. Mit dem Vereinslied, kann man hingegen sehr zufrieden sein „You ´re my Sunshine“ kommt schon als Ohrwurm super rüber.

Knapp 10000 waren gekommen um den Ohrwurm, heute einige male vorzutragen, denn sie hatten im Gegensatz zu den knapp 500 Londonern, die den Tabellen 18´ten begleiteten, 5 Tore zu besingen. Wigan fegte die Eagles in einem tollen Spiel 5:0 weg und war somit Top of the Leauge. Danach musste Palace Manager Steve Kember seinen Hut nehmen, und mit seinem Nachfolger hatte man wohl ein goldenes Händchen, denn Palace vermied nach diesem grausigen Saisonauftakt nicht nur den Abstieg, sondern schaffte ja noch den nicht für möglich gehaltenen Aufstieg in die Premier Leauge, den ich an diesem Tag Wigan eigentlich locker zugetraut hätte.

Heiko
 

Saturday, 01.11.2003  15:00 First Division: Preston North End FC – Derby County 3:0 Deepdale

Das eindeutige Ergebnis erlaubte uns die gelungene Veranstaltung 15 Minuten vor Ende zu verlassen. Nun ging es, per Taxi, was wir nach einigem umherirren gefunden hatten ins benachbarte Preston. Der Stadionwechsel per Taxi klappte in der verbleibenden halben Stunde optimal und wir waren pünktlich zum Anpfiff im  Deepdale, einer der Kultstätten des englischen Fußballs. Preston North End war „Gründungsmitglied“ der Football-Leauge und im Deepdale wurde im Spiel gegen Burnley das erste Leauge Tor der Geschichte erzielt. Man wurde auch 2X Meister 1889 und 1890 auch der FA Cup konnte 1889 und 1938 gewonnen werden. Danach reichte es jedoch meistens nur für 2. Plätze und man stürzte sogar in den 80er´n in die 4. Division ab. Nun ist es den „Lilywhites“ gelungen sich seit über Textfeld:  
Neu und doch schön!-Deepdale
10 Jahren in der 1. und 2. Division zu halten. Bessere Zeiten hat auch Derby County hinter sich. Auch Derby gehört zu den Gründungsmitgliedern der Footall-Leauge. Doch bei Derby sind die guten Zeiten nicht ganz so lange her und man konnte 1972 und 1975 englischer Meister werden. 1972 erreichte man sogar das Halbfinale im Europapokal. Der Abstieg aus der Premier-Leauge kam sogar erst vor 2 Jahren. Aber dieses Jahr sollte für die Rams nur der Klassenerhalt zählen, um den sie kurioserweise mit ihren alten Rivalen von Nottingham Forrest kämpfen müssen.

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Alt und auch schön - Deepdale
Kurz gesagt 13000 Zuschauer, fast 1000 Gästefans 13. gegen 20. der First Division. Das Stadion wirkt ein wenig bizarr! Die Gegentribüne ist noch aus den Zeiten des letzten Meistertitels, die anderen Tribünen moderne Allseater-Stands mit Flutlichtmasten in den Ecken. Auf jeder der neuen Tribünen ist einer der Helden aus den vergangenen glorreichen Zeiten aus den Stühlen gezeichnet zu sehen!  Sehr kultig!

Das Spiel war dann auch ein feines und North-End konnte die interessante Partie mit 3:0 für sich entscheiden. Danach ging´s noch in den Club-Shop und es wurde mitten im Winter(!) der letzte Schal aus der Deco des Schaufensters erstanden. Das ansässige Football-Museum hatte leider geschlossen und so ging’s heute mit 8 Toren und 2 Groundpunkten im Gepäck zurück nach Manchester, wo wir den Tag in einem Pub ausklingen ließen.

Heiko

 

 

Sunday, 02.11.03, Premier Leauge: Leicester City- Blackburn Rovers 2-0, Walkers-Stadium

 

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Walker-Stadium
Heute ging´s in die Mdlands! Ab nach Birmingham, neben St´Andrews dem Ground unseres Lieblingsvereins Birmingham City ins Hotel. Von da aus sollte es aber heute aber natürlich auch noch ein anderer Ground gemacht werden, denn die Blues sollten erst morgen gegen Charlton nachlegen dürfen. Also zum 2.ten mal Leicester City machen. Denn nach dem wir schon vor 2 Jahren das Spiel von Leicester gegen Sunderland an der altehrwürdigen kultigen Filbert-Street gesehen hatte, hieß es nun das Spiel gegen Blackburn in dem nach dem schmackhaften Chipshersteller Walker benannten nagelneuen Stadion beizuwohnen.

 

Einen Vorteil hat´s- man weiß wo man hin muss! Denn das neue Stadion ist nur 300 Meter weiter aus dem Boden gestampft worden. Leider mussten wir feststellen, dass man es in Leicester sehr eilig hat, denn die „Filbertstreet“, war Textfeld:  
Neubauten sind Geschmacksache!

bis auf einen alten Eingang zwischen zwei Wohnhäusern schon völlig dem Fußboden gleich gemacht. Also ging´s ab in den neuen Bunker. Ich denke mal das Stadion ist mehr oder weniger so toll wie das neue in Wolfsburg oder Rostock. Alles ohne Flair! Das Spiel hielt sich auch in Grenzen. Ein Abstiegskampf mit Ecken und Kanten und 2 Toren für Leicester, was den Support zu mindesten ein wenig in Gange brachte. Für einen Sonntag „Lückenfüller“ hatten wir einen schönen Nachmittag. Den wir beim obligatorischen Sonntagsabendbesäufnis der irischen Gemeinde in einem Pub in Birmingham beim Tanztee mit rothaarigen Elfen und fliegenden Rentnern würdig zu Ende brachten!  

Heiko

 

 

Monday, 03.11.2003, Premier League, St. Andrew’s Stadium Birmingham City vs. Charlton Atlethic  0 – 2

 

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Klein aber fein Aggborough
Heute stand wieder einmal ein Spiel unserer „Blues“ aus Birmingham auf dem Tourprogramm, die wir seit unserer ersten Begegnung 1995 (Windscreen Cup Final in Wembley/ heute VansTrophy) in unsere Herzen geschlossen haben. Bis zum Kick am Abend war aber noch reichlich Zeit und so wurde die Zeit mal wieder zur Besichtigung eines Stadions genutzt. Die Wahl viel heute auf das „Aggborough Stadium“, die Heimat der viertklassigen Kidderminster Harriers. Das Örtchen Kidderminster liegt ein paar Kilometer südwestlich von Birmingham und ist von dort aus in knapp einer halben Stunde per Bahn zu erreichen. Weitere 10 Minuten zu Fuß und wir standen vor dem Stadion. Wie so oft hatten wir wieder Glück und ein Tor zum Inneren des Grounds stand offen. Nach dem alle vier Tribünen des gut 6.000 Leute fassenden Grounds fotografiert waren ging es in den Club-Shop. Hier teilte uns die Nette Verkäuferin mit, dass am Abend die Reservemanschaften von West-Brom und Wolverhampton im Stadion Spielen würden. Das besondere daran war, das auf Seiten der „Wolves“ der alte Haudegen Paul „Gazza“ Gascoigne mit von der Partie sein würde, den die “Wolves“ für eine etwaige Verpflichtung für die erste Mannschaft auf Leber und Nieren ;-) testen wollten. Leider stand unsere Abendveranstaltung schon fest und so fand das Spiel ohne unsere Anwesenheit statt. Am nächsten Tag erfuhren wir aus der Zeitung dass das Reservematch 4.500 Leute gesehen hatten. Das ist das doppelte an Zuschauer was die „Harriers“ im Schnitt zu ihren Ligaspielen begrüßen dürfen. Und das alles wegen einem alten fußballspielenden Alkoholikers. Die spinnen die Briten!

 

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Hautnah an den Blues!

Unser Hotel lag nur knapp 200 Meter vom Stadion entfernt und auf Grund der wenigen Pub’s rund ums Stadion war in der Hotelbar schon einige Zeit vor Spielbeginn der Teufel los. Der 30.000er Ground war mit 27.000 Supportern gut besucht und die Stimmung zu Spielbeginn bestens. So wurde uns z.B. im laufe des Spiels mehrfach die Vereinshymne der „Blues“ vorgesungen. Es ist einfach immer wieder geil wenn die Briten Minuten lange Gesänge von allen Tribünenseiten zelebrieren. Das Spiel war heute wieder typisch britisch. Viel Laufbereitschaft und Kampf wurden geboten.

 

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Größer  und wunderbar- St.Andrews-
Die spielerischen Feinheiten blieben auf der Strecke. Leider ging das Match durch zwei Tore von Matt Holland an Charlton, das an diesem Abend nur von ca. 300 Supportern begleitet wurde die sich auch gesanglich kaum bemerkbar machten. Schwach wenn man bedenkt das es für beide Teams um 3 Punkte für einen Sprung auf einen UEFA-Cup platz ging. Trotz Blues-Niederlage ein klasse Fußballabend. Allen Freunden des Inselfußballs können wir nur einen Besuch des Arbeitervereins aus Birmingham empfehlen. Shit on the Villa!!!

Oli

 

 

 

Tueday, 04.11.2003, Division 1, Bramall Lane Sheffield United vs. Crew Alexandra  2 – 0

 

Sheffield war früh erreicht und das Hotel recht schnell gefunden und so blieb noch reichlich Zeit, was wieder einmal zum Ground-Sightseeing genutzt wurde. Bei einer früheren Tour hatten wir von der Bahnstrecke aus das Stadion von Rotherham United gesehen welches nur knapp 15 Bahnminuten von Sheffield entfernt liegt. Das beeindruckende für uns war, dass das Stadion in mitten eines großen Schrottplatzgeländes liegt. Zudem passt sich das Stadion der „Millers“ perfekt den örtlichen Gegebenheit an. Denn der „Millmoor Ground“ ist eine alte schäbige Kiste in den Grundfarben Grau und Rostbraun. Am Stadion angelangt wurden unsere Erwartungen voll erfüllt. Wieder hatten wir Glück und konnten den 11.000er Ground durch ein offenes Tor betreten. Im Inneren liefen dann unsere Fotoapparate heiß. Die vier Tribünen waren in 7 oder 8 verschiedenen Baustielen errichtet worden und auch die Dachkonstruktionen waren auf 5 unterschiedliche Weisen gebaut worden. Der Highlight waren aber die VIP-Logen die aus übereinander gestapelten Bauarbeitercontainern bestanden. Wenn man sich dann noch vorstellt, dass Rotherham auf diesem „Schrottplatz“ 1st Division Spiele austrägt .....unglaublich! Jedem der mit den modernen Arenen a la Schalke nichts anfangen kann (so wie wir) dem sei ein Besuch des „Millmoor Ground“ empfohlen. Wir haben uns jedenfalls vorgenommen das Stadion noch bei einem Spiel „zu machen“ bevor noch jemand auf die Idee kommt, hier die Abrissbirne kreisen zu lassen.

  

Impressionen Millmoor-Rotherham:

Welcome to Rotherham-United

-Football-Club-

 

     


              

 

     

 

                

   

 

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Brammal-Lane-leer besser als voll!
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Im Schatten der Blades!
Da wir bei einer Tour einige Jahre zuvor schon einmal das Stadion von Sheffield United besichtigt hatten und somit den Weg in etwa wussten, ließen wir uns am Abend mit dem Abmarsch Zeit. Leider stellte sich dann heraus, dass wir unsren Orientierungssinn etwas überschätzt hatten Textfeld:  
schweigendes Sheffield!
und so irrten wir noch etwas durch die Stadt bis wir an der „Bramall Lane“ ankamen. Der Ground liegt mitten in einem Wohngebiet so wie es sich für eine britische Bude gehört. Nach Kartenkauf, Club-Shop Besuch und Stadion-Pint wurden die Plätze eingenommen. Der 31.000 Zuschauer fassende „all Seater“ war an diesem Abend mit 17.000 Supportern gut gefüllt, wobei das Herz von ca. 200 Anwesenden für Crewe Alexandra schlug. Sheffield stand zu dieser Zeit auf einem Aufstiegsplatz und Crewe bewegte sich im unteren drittel der Tabelle. Dies spiegelte sich auch auf den Platz wieder. Die „Blades“ waren Feldüberlegen, erarbeiteten sich aber dafür zu wenige Torchancen. Alles im allen war es ein gutes Spiel das im Schlussviertel mit 2-0 verdient an Sheffield ging. Was an diesem Abend aber eine einzige Enttäuschung war, war die Stimmung im Stadion. Von den 200 Leuten aus Crewe war nicht viel zu erwarten, was aber die 17.000 Fans der „Blades“ ablieferten war absolut schwach. Hegten wir doch bisher Sympathien für den Verein und seine Fans wurde wir doch an diesem Abend bitter enttäuscht. Denn das Stimmungsbarometer zeigte an diesem Abend eine dicke Null an. Jetzt waren die „Blades“ seit 2 Jahren endlich wieder die Nr. 1 in der Stadt, man stand auf einem Aufstiegsplatz in die Premiere League und man war an diesem Abend die Spielbestimmende Mannschaft und auf der Siegerstraße, aber es kam zu keinem Zeitpunkt auch nur so etwas wie Support auf. Lediglich nach den beiden Toren war ein zartes „United“ zu hören, was sich aber anhörte wie die Deutschland Rufe bei einem U17 Länderspiel wenn nur Schulklassen anwesend sind. Schade, aber morgen bei Celtic sollte es mit Sicherheit besser werden.

Oli

 

Wednesday, 05.11.2003, Champions-Leauge, Celtic Glasgow – RSC Anderlecht  3-1 Celtic Park

 

Heute sollte es ein großer Tag werden. Es war uns doch tatsächlich gelungen Karten für den Celtic-Park  zu bekommen.  Es wird mir keiner glauben aber ich bin im Oktober auf die Homepage von Celtic und da konnte man die tatsächlich einfach so bestellen. Echt gut!

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Celtic-Park- vorher.
Dafür konnte man auch die lange Zugfahrt von Sheffield nach Glasgow über Edinburgh auf sich nehmen! Diese war bei einem John Smith-Bitter und Strongbow-Cider, herrlichem Sonnenschein und  Meerblick sogar ein echter Genuss. In Glasgow angekommen machten wir zunächst einmal das Hotel klar, bevor es nochmals in die Fußgängerzone ging. Nach einigen Abstechern in den Club-Shops landete man wie gewohnt In „The Gallery“ einem schönen Pub direkt in der  Innenstadt. Ein wirklich lustiger Pub, den der Offenbacher Mob zusammen mit einigen anderen deutschen Länderspielfahrern schon beim diesjährigen Länderspiel an Pfingsten eingenommen hatte.  Hier saßen auch schon die ersten Belgier in Ihren ätzenden lila Trikots herum. Nach einigen Pints schlossen wir uns nun den Pilgerzug Richtung „Paradise“ an. Im Parkhead angekommen, war die Stimmung auch schon grandios, die Green White-Army fiel aus allen Zügen, Bussen und Auto´s. Viele kamen wie uns die Kennzeichen verrieten, auch unter der Woche von der grünen Insel um die „Celt´s“ zu supporten. Ein einziger Straßenkarneval war im ganzen Stadtteil im Gange. Nachdem wir eine Runde drehten und auch noch mal den „Superstore“ besuchten, durften wir endlich „Paradise“ betreten. Ein Traum wird wahr. Wie oft habe ich vorm Fernseh gesessen und von diesem Stadion geträumt. Wir hatten Tickets für die Haupttribüne, die etwas kleiner ist als die anderen drei Stand´s. Da wir keine Plätze nebeneinander, sondern nur im selben Block hatten, mussten Oli und ich uns unters Volk mischen, was hier aber einen gewissen Spaßfaktor mit sich bringt, aber dazu später. Eine halbe Stunde vor Kick-OFF war der Ground schon am Beben. Die Stimmung steigert sich von Minute zu Minute und gipfelt schließlich im „You´ll never walk alone“, dass an der Anfield Road, sicherlich nicht besser sein kann. Dann lief das Spiel auch wenn man den Schiri-Pfiff nicht hören konnte.

Die Celts legen los, wie die Feuerwehr und Hartson und natürlich Larson schießen den Belgiern, die Bälle nur so um die Ohren.  Dann fällt auch gleich das 1:0. Nach einer halben Minute, komm ich 3 Reihen weiter unten wieder zur mir. Wahnsinn! „Irre“ umarmen, küssen, schütteln und drücken mich. Das ist mal Torjubel! Kaum den Platz wieder eingenommen und „scheiße“ 2:0, wieder derselbe Pogo „Siesta“!  Doch ich hab´s noch gut, denn mich Brocken wirft ja so schnell nix um. Anders geht´s da einem anderen in meiner Reihe, der aufgrund einer Behinderung wohl keine Beine mehr hatte. Denn er wird nach jedem Tor von seinen „Kumpels“ in die Höhe geworfen und die Fangkünste seiner Kollegen Textfeld:  
Celtic-Park-nachher-
waren nicht immer die Besten. Aber egal, denn wir alle und auch er hatte einen Riesenspaß dran.  4 mal ging das Spektakel seinen Weg und einmal war´s auch noch Abseits. Auch die Halbzeitpause und der Gegentreffer störte das Spektakel kaum. Und es dauerte doch einige Minuten, bis nachdem Spiel der Ground sich langsam leerte. Auf dem Heimweg und in der U-Bahn ging die Party dann weiter, bis wir müde aber glücksselig wie in der „Gallery“ vor unserem Schlummertrunk saßen. Cheer´s Up the Celts!

Diesen Ground und vor allen diesen Support sollte jeder in seine Sammlung aufnehmen!

 

Am Donnerstag ging´s jetzt mit dem Zug zurück nach London! Einmal die ganze Insel hinunter. Aber mit diesen Erinnerungen im Gepäck, ne Menge neuer Schals, Programme und anderer Lektüre, verging die Zugfahrt und der Heimflug irgendwie viel zu schnell!

 

Na ja bis bald „Old England“ und vielleicht, hört Ihr ja bald von unseren neuen oder auch alten Ground´s auf dieser schönen Web-Site.

Heiko

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